NÄCHSTES BAUTAGE
12. bis 14. Juni 2026, mit der Option im Zelt zu übernachten!
Wenn du beim improvisierten, künstlerischen Nachbauen eines dänischen Standard-Shelter mitmachen möchtest, melde dich bitte für weitere Informationen bei uns, z.B. per Email bei shelter[@]apgw.de oder per Direktnachricht im Fediverse bei https://fedifreu.de/@shelter.
Grundlagen:
Am 2. Mai 2026 startete die Shelter-Mitmachbaustelle beim Hofprojekt "Ecosphere" nahe Rietberg.
Der "Living Forest" des Ecosphere e.V. ist ein gemeinschaftlich betreuter und genutzter Ort, der ein großer Waldgarten mit essbaren Pflanzen werden soll, in dem aber auch Workshops und Kulturveranstaltungen stattfinden. Er liegt idyllisch im Grünen, am regionalen Radweg "Fröhliche Landpartie", zwischen dem europäischen Fernradweg Eurovelo 2 und dem Emsradweg ("Vom Sennesand zum Nordseestrand").
In den zwei Monaten der Mitmachbaustelle möchte ich dort mit Unterstützer*innen 1-2 Shelter-Hütten bauen. Dabei sollen möglichst viele lokale Ressourcen (wie Holz) wieder/weiter genutzt werden. Bei "Baustellengesprächen" mit Musik sollen verschiedene Initiativen z.B. von ihren Reisen zu Fuß oder mit dem Rad berichten.
Wie so eine Baustelle aussehen kann, zeigt der beeindruckende Videobericht des NDR unten. Er wurde in Bargum in Norddeutschland gefilmt:
Im Auftrag und unterstützt durch die lokale Kommune hat die Landjugend mit Unterstützer*innen in 72 Stunden einen öffentlichen Trekkingplatz mit zwei Shelter-Hütten gestaltet...
2.-4. Mai 2026
Die erste Bauphase der Shelter-Mitmachbaustelle hat gut geklappt! Vielen Dank an die Mit-Künstler*innen und an Ecosphere für die freundliche Aufnahme.
Holz-Arbeit
Zu Beginn hatten wir fachkundige Unterstützung bei der Auswahl der lokal an verschiedenen Lagerstellen vorhandenen, alten Balken. Transporte haben wir teils mit motorisierten Fahrzeugen gemacht, teils mit einem multifunktionalen Handwagen/Fahrradanhänger. Manchmal arbeiteten wir arbeitsteilig: Fundamentsteine legen, Holzauswahl, Schraubeneinkauf...
Zwischendurch diskutierten wir nächste Schritte und Art der Umsetzung. Besondere Erkenntnis: Margarine hilft beim Bohren von dicken Balken.
Care-Arbeit
Ein kleineres Residency-Kernteam zeltete vor Ort und erprobte vorhandene und mitgebrachte Infrastruktur. Leckerer Kaffee wurde aus frisch gemahlenen Bohnen zubereitet, auf einem Kocher, der nur für Kaffee nutzbar war. Das Nudeln-Kochen auf offener Flamme in einer Feuerschale klappte erstaunlich gut. Wie bei der dazu gereichten Tomatensauce haben wir sie mit selbst ersägten Holzresten als Brennstoff gekocht.
Wetter
Das Wetter war größtenteils auf unserer Seite: Angenehme Temperatur und nur wenige Regentropfen tagsüber. Eine Windböe warf einmal unseren blau-blumigen Sonnenschirm samt Campingtisch um. Abends konnten wir das Wetterleuchten eines Gewitters beobachten, das uns aber erspart blieb. In einer Nacht gab es einen kurzen Regenschauer.
15.-17. Mai 2026
Vor-Arbeit
In den Tagen zuvor suchte ich nach potentiellen Dachbrettern und nahm Kontakt mit Unternehmen auf: Ein Traditionsreiches aus der Bielefelder Fahrradbranche spendete lange Einwegpaletten, die ich zerlegt und per Fahrradanhänger zu einem Lagerplatz bei mir gebracht habe.
Das zweite Bauwochenende begann am Freitagnachmittag mit einer Fahrradanreise: "Von der Kunsthalle zur Kunstbaustelle". Die 25 Kilometer lange Strecke führt erstaunlich oft über Nebenstraßen und kleine Wege. Trotz einiger Bodenwellen war sie auch mit dem geliehenen Bisala-Lastenrad gut zu bewältigen. Zeltaufbau und kurze Fahrradtour zur Pizzeria klappten just in time bevor ein Regenschauer losging.
Holz-Arbeit
Dieses Mal waren zwei neue Helfende dabei, die zu Beginn erfolgreich Hilfsbalken für die Seitenverbretterung mit großen Gewindestangen anbrachten. Die langen Dachbretter kamen per PKW aus Bielefeld, mit einer Palette als improvisiertem Dachgepäckträger. In Fleißarbeit wurden sie entnagelt. Ein Zweierteam brachte sämtliche Rahmen für die Seitenverbretterung an und meisterte die herausfordernde Aufgabe, die ersten Dachsparren anzubringen und damit das Höhenmaß für alle festzulegen. Alle Sparren haben unterschiedliche Maße, da wir mit wiedergenutztem Holz arbeiten. Die individuellen Ausklinkungen haben wir auch mit einer Akkukettensäge bewältigt und den Sonntag mit einem Mini-Richtfest abgeschlossen.
Care-Arbeit
Wir haben wieder gezeltet. Diesmal hatten wir einen Spiritus-Kocher dabei und haben auf das Kochen im offenen Feuer verzichtet... Zum Glück, denn ein abendliches Feuer entpuppte sich als Nebelmaschine. Bei Ankunft war die Feuerschale ein See und das darunter gelagerte Holz ziemlich nass. Bei einer gemeinsamen Einkaufstour erkundeten wir Rietberger Supermärkte, insbesondere auf der Suche nach alkoholfreiem Bier. Bei der Abreise haben wir noch am Biogemüseacker im Living Forest Mangold und Spinat für das heimische Abendessen vom Beet geerntet und gekauft.
Wetter
Bislang haben wir erstaunlich viel Glück mit der Auswahl der Bauwochenenden. In den zwei Wochen dazwischen gab es fast keinen Tag ohne Regen, und es sind ca. 80 Liter pro Quadratmeter gefallen. Zu Beginn war es diesmal zwar recht kalt und windig, aber von größeren Regenschauern blieben wir verschont.
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